paper banner

Weitere Informationen Biometrie

Biometrie
Systeme zur biometrischen Identifizierung und Verifizierung haben sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt und tragen jetzt in vielen Zutrittskontrollsystemen dazu bei, die Sicherheit und Bequemlichkeit der Nutzung zu verbessern. Nedap kooperiert eng mit bedeutenden Herstellern, um eine nahtlose Integration in AEOS zu gewährleisten. Die biometrischen Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt und ständig kommen neue Technologien auf den Markt. Die Integration derartiger Anlagen unterliegt deshalb einem dynamischen Wandel. Nedap informiert Sie gern über die jeweils neuesten Entwicklungen.

AEOS & biometrische Verfahren
Das AEOS-System von Nedap bietet eine Benutzeroberfläche zur Registrierung und Überprüfung biometrischer Parameter und lässt sich sehr gut mit biometrischen Systemen kombinieren. Durch eine derartige Integration stehen alle Vorteile von AEOS in Bezug auf die Datenspeicherung und -sicherung sowie seine standortübergreifenden Funktionen auch für die biometrische Datenerfassung zur Verfügung.

Der Nutzen biometrischer Verfahren
Mit Hilfe biometrischer Identifizierungsverfahren können Unternehmen und andere Organisationen die Identität von Personen mit hoher Zuverlässigkeit überprüfen. Aus diesem Grund wurden sie zunächst in typischen „Hochsicherheitsumgebungen“ wie militärischen Einrichtungen, Kernkraftwerken, Flughäfen usw. eingesetzt. Besonders häufig sind Systeme zur Iris-, Hand-, Fingerabdruck- und Gesichtserkennung. Seit der Einführung benutzerfreundlicher und preiswerter Angebote kommen biometrische Verfahren jetzt aber zunehmend auch im täglichen Leben wie z.B. in Sporthallen oder Fitness-Centern zur Anwendung. Die biometrische Identifizierung stellt heute immer mehr einen zentralen Bestandteil von Zutrittskontrolllösungen dar. In den meisten Fällen sind biometrische Systeme jedoch nicht vollständig in die allgemeine Zutrittskontrolle integriert, da sie oftmals keine offenen Schnittstellen zu anderen Geräten zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sind auch viele Zutrittskontrollsysteme noch nicht auf die Verarbeitung biometrischer Daten vorbereitet. Dies wird sich aber in naher Zukunft wesentlich ändern, und die AEOS-Sicherheitslösungen von Nedap spielen dabei eine zentrale Rolle.

Was ist bei der Einführung zu beachten?
Bei der Einführung biometrischer Verfahren müssen verschiedene Fragen beantwortet werden: Soll das System als Alternative für die bisherigen Ausweise dienen oder die Bequemlichkeit erhöhen? Müssen Datenschutzbelange berücksichtigt werden?

Identifizierung oder Verifizierung?
Biometrische Identifizierung
In Anwendungen wie z.B. Schwimmbecken in Saunen, in denen Ausweise äußerst unpraktisch sind, oder in denen ID-Karten einfach als unbequem betrachtet werden, lässt sich die Identität von Personen sehr leicht anhand eines biometrischen Parameters wie z.B. eines Fingerabdrucks ermitteln. Dank der kürzlichen Fortschritte in der biometrischen Erkennungstechnologie können die geeigneten Geräte problemlos in Zutrittskontrollsysteme integriert werden. Um Eintritt zu erhalten, brauchen Sie dann nur noch Ihren Finger auf einen Sensor zu legen oder Ihr Gesicht vor eine Kamera zu halten.

Biometrische Verifizierung
In Bereichen, in denen ein höheres Maß an Sicherheit erforderlich ist, kann anhand der biometrischen Verifizierung festgestellt werden, ob es sich bei der Person, die einen Ausweis vorlegt, tatsächlich um den legitimen Inhaber handelt. Die Verifizierung beginnt mit der Ausweisvorlage. Dabei kann es sich um eine Nedap XS-Karte oder einen anderen Ausweis handeln. Anschließend wird der Fingerabdruck, die Hand, das Gesicht oder die Iris des Ausweisinhabers erfasst. Das biometrische System verarbeitet die Informationen innerhalb weniger Sekunden. Wenn die Daten übereinstimmen, wird der Zutritt gewährt.

Datenspeicherung auf Ausweis oder in Datenbank?
Diese Frage ist von zentraler Bedeutung und spielt für die Sicherheit des Systems eine wesentliche Rolle.

Datenspeicherung in Datenbank

Wenn keine Datenschutzbelange zu berücksichtigen sind, sollten die biometrischen Daten in einer Datenbank gespeichert werden. Bei der biometrischen Identifizierung ist dies sogar die einzige Möglichkeit. Der wesentliche Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass die Identität einer Person nur ein einziges Mal bei der Registrierung ihrer biometrischen Parameter überprüft werden muss. Wenn eine Karte gestohlen wird oder verloren geht, kann bereits nach einer kurzen biometrischen Verifizierung der Person ein neuer Ausweis ausgestellt werden.

Datenspeicherung auf Ausweis
Biometrische Daten werden als sensible persönliche Informationen angesehen, so dass es oftmals nicht gestattet oder nicht erwünscht ist, sie in einer zentralen Datenbank abzulegen. Sie können deshalb auch ausschließlich auf dem Ausweis des Inhabers gespeichert werden. In diesem Fall trägt die Person ihre biometrischen Daten bei sich und kann ihre Verwendung kontrollieren. Allerdings muss gewährleistet werden, dass die Daten auf dem Ausweis sicher sind und nicht manipuliert werden können. Wenn eine Karte gestohlen wird oder verloren geht, sind auch die biometrischen Daten nicht mehr verfügbar und die gesamte Registrierung muss einschließlich der Feststellung der wahren Identität der Person wieder von vorn begonnen werden.

Umsetzung biometrischer Verfahren
Die Registrierung ist der wichtigste Bestandteil der biometrischen Erkennung. Wenn dieser Schritt besonders sorgfältig und gründlich durchgeführt wird, können alle Benutzer eines Systems sehr schnell und zuverlässig auf biometrischem Wege überprüft werden. Die Registrierung beginnt mit der Aufnahme der Personen im jeweiligen Zutrittskontrollsystem. In der Regel werden die persönlichen Daten unter einer besonderen persönlichen Identifizierungsnummer in der Datenbank gespeichert. Ein wesentlicher Schritt ist dabei die Zuweisung einer Zugangsnummer und einer entsprechenden Marke. Bei biometrischen Geräten ist jedoch nicht immer eine physikalische Marke erforderlich. Nach der Aufnahme erfolgt die biometrische Registrierung an einem biometrischen Lesegerät. Dieses ist mit einem PC verbunden, der mit der AEOS-Software und der integrierten biometrischen Registrierungs-Software ausgestattet ist. Anschließend werden die erfassten Daten an alle biometrischen Leser im Zutrittskontrollsystem übertragen. Die Registrierungsoberfläche ist vollständig in AEOS integriert und beruht auf der Software des jeweiligen Anbieters des biometrischen Systems. Die neuen Daten und weitere Registrierungsinformationen werden in der Datenbank des Zutrittskontrollsystems gespeichert und mit dem Ausweis der jeweiligen Person verknüpft. Um Mehrfachregistrierungen (Registrierung einer Person unter mehreren Namen) zu verhindern, können die neuen Daten bei Bedarf auch mit den bereits in der Datenbank vorhandenen Vorlagen abgeglichen werden.

Weitere Informationen zu AEOS & biometrischen Verfahren erhalten Sie von Nedap N.V. Security Management.